Das Schloss von Serralunga
Das Schloss überragt den auf über 415 Metern auf einem Bergrücken liegenden Ort. Einst in Besitz der Markgrafen Falletti von Barolo, ist es heute in staatlicher Hand. Beeindruckend und einzigartig ist die schwungvoll vertikale Ausrichtung der gotischen Burg. Schon zu Zeiten des Bonifacio del Vasto und seiner Nachfahren existiert ein Verteidigungsturm an der Stelle, wo heute das Schloss gen Himmel ragt.
Der antike Verteidigungsturm wird im Jahr 1340 von der geschichtsschreibenden Herrscherfamilie Falletti abgerissen. Pietrino Falletti beginnt sofort danach mit dem Bau des Schlosses, die Fertigstellung erfolgt durch seinen Sohn Gioffredo II. Die kompakte Festungsanlage besitzt zwei asymmetrische Ecktürme, der eine zylinderförmig der andere quadratisch, sowie einen kleineren Hängeturm. Das Schloss ist seit seiner Errichtung weitgehend unverändert erhalten, glücklicherweise hat es keine größeren Kriegsschäden davon getragen. Die Fassade aus rohem Backstein ist mit Rundbögen versehen. Nur im oberen Teil der Burg gibt es einige wenige ein- und zweibogige Fenster. Das Eingangstor ist von einem einfachen Fallgitter geschützt, das durch eine Winde automatisch geschlossen wird, sobald die Zugbrücke hochgefahren ist. Der Burggraben ist heute nicht mehr sichtbar. Im Inneren zeugen nur noch einige auffallend große Kamine, sowie die hölzernen Decken von der ursprünglichen Einrichtung. Im Jahr 1950 wird das Schloss von Grund auf renoviert.


















